Januar 2013


Dieser Artikel von Carsten steht in der Januarausgabe 2013



Wir sagen Dankeschön

Klaus Fournell beendet seineTätigkeit als Sozialarbeiter im FWH

Abschiedsworte




NEUES AUS DEM FERDI-WEISS-HAUS



Im letzten Jahr gab es im Ferdinand-Weiß-Haus, der Tagesstätte für Wohnungslose des Diakonischen Werkes, einige personelle Wechsel, über die wir kurz informieren möchten. Wie in der letzten Ausgabe berichtet, hat Klaus Fournell seine langjährige Arbeit in der Einrichtung im Stühlinger beendet, dafür begannen Ende 2012 zwei andere Sozialarbeiter im FWH mit ihrer Tätigkeit. Hier stellen wir sie einmal kurz vor.

FWH
Norman Körber und Jürgen Lange

Norman Körber(links im Bild)
ist 28 Jahre alt und wird auf Grund seiner Jugend wohl etwas frischen Wind ins Ferdinand-Weiß-Haus bringen, was sich schon auch darin zeigt, dass es zu seinem Aufgabenbereich gehört, sich um die Freizeitgestaltung zu kümmern und diese ein wenig zu aktivieren.
Der gebürtige Kaiserstühler, der sich in seiner Freizeit viel in der Natur aufhält und dort sportlich betätigt, will sich unter anderem dem Ferdinand-Weiß-Haus-Fußballteam widmen und dieses wieder an Erfolge früherer Tage heranführen!

Außerdem betreut er die „Flotten Ferdis“, Fahrräder die sich die FWH Besucher ausleihen können – eine Idee, die Norman während seines Praxissemesters umgesetzt hat.
Norman kam über Umwege zur Sozialarbeit, er absolvierte nach seinem Schulabschluss eine kaufmännische Ausbildung, war jedoch nicht lange in seinem Beruf tätig.

So holte er auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nach und ging danach für eine Weile nach Hamburg, da ihn die See faszinierte und er mal für eine Weile aus Freiburg raus wollte. In der Hansestadt leistete er dann auch seinen Zivildienst in einem Krankenhaus bei der Betreuung und Pflege älterer Menschen. Als die neun Monate Zivildienst vorbei waren, arbeitete er noch eine Weile weiter in dem Krankenhaus und versuchte währenddessen einen Studienplatz zu erhalten. Da es in Hamburg nicht klappte, kam er zurück in den Breisgau und studierte an der Katholischen Hochschule in Freiburg 3,5 Jahre Soziale Arbeit.

Sein Praxissemester absolvierte Norman dann im Ferdi-Weiß-Haus und engagierte sich während des Studiums ehrenamtlich in der Gemeinwesenarbeit. Seit Anfang 2012 ist Norman Körber nun als fester Sozialarbeiter im FWH beschäftigt.

Der 53-jährige Jürgen Lange (rechts im Bild) ist verheiratet und lebt mit Frau und 15-jährigem Sohn in Freiburg. Jürgen stammt aus Bergneustadt, einer kleinen Ortschaft im Bergischen Land und erlernte ursprünglich auch erst einen anderen Beruf, bevor er zur Sozialarbeit kam. Seine Freizeit verbringt er gern mit sportlicher Bewegung wie beispielsweise Radfahren, aber auch der Standardtanz zählt zu seinen Hobbys.

Er ist gelernter Krankenpfleger und arbeitete mehrere Jahre in einer psychiatrischen Klinik in Gummersbach. 1984 kam er dann nach Freiburg und begann ein Studium zum Sozialarbeiter an der evangelischen Fachhochschule. Nebenbei jobbte er als Pfleger in der Psychiatrie in der Hauptstraße, überwiegend im Nachtdienst, um seinen Lebensunterhalt zusätzlich zum BAfÖG zu finanzieren. 1989 schloss er sein Studium als Diplom-Sozialarbeiter ab, fand aber zunächst keine Anstellung, so dass er erst einmal weiter als Krankenpfleger tätig war. 1991 fand er dann eine Anstellung als Gruppentherapeut in der Alkoholentwöhnungsklinik Ettenheimmünster und später nach deren Umzug in Broggingen bei Herbolzheim.

Nach sieben Jahren wollte Jürgen dann mal wieder etwas anderes kennen lernen und nahm ein Angebot der AGJ an, in der Wohnungslosenhilfe in Breisach zu arbeiten und war hier dann auch mehr als 3 Jahre tätig.

Im Jahr 2000 wechselte Jürgen Lange dann zum Diakonischen Werk und war fast 12 Jahre im gemeindepsychologischen Dienst im Landkreis Freiburg beschäftigt. Dabei betreute er Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen, die nicht in stationären Einrichtungen untergebracht waren. Vor anderthalb Jahren kam dann die gesetzliche Betreuung dazu, wobei er da aber schnell merkte, dass das nichts für ihn ist. Die Arbeit war ihm zu formal und bürokratisch.

Er empfand die Arbeit als gesetzlicher Betreuer zu sehr als Verwaltungsjob. Im Sommer letzten Jahres, erfuhr er dann, dass im Ferdinand-Weiß-Haus eine Stelle als Sozialarbeiter frei wird und nach einem Vorstellungsgespräch konnte er diese dann auch antreten und ist nun seit Oktober 2012 im FWH zu 50% angestellt.

Seit Januar kommen 25% Beschäftigung im Projekt kulturelle Teilhabe dazu. Dieses Projekt befindet sich allerdings noch in der Entstehungsphase und soll Menschen in Wohnungsnot bzw. Menschen mit psychischen Erkrankungen die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen ermöglichen – also Menschen mit Kultur in Kontakt bringen, die anderweitig keinen Zugang dazu haben.

Das Diakonische Werk hat die Projekt-Leitung übernommen. Im FWH wird Jürgen neben den täglichen Aufgaben die in einer Tagesstätte für Wohnungslose anfallen, auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein, sowie sich um die ehrenamtlichen Helfer des FWH kümmern.

Carsten