Unser Team






Unser Team: Carsten



Carsten bereitet sich auf Golf vor.

Ich bin Carsten, bin 37 Jahre alt und 1989 aus der DDR nach Südbaden gekommen, wo ich es eine Zeit lang mit Arbeit und Familie versuchte, was aber nicht lange gut ging. 1992 hat es mich dann zufällig nach Freiburg verschlagen.

Es ging mir wie vielen anderen „Freiburgern“, ich wollte jemanden besuchen und bin dann hier im schönen Breisgau hängen geblieben.

Nach einiger Zeit auf der Straße und einigen Kurztrips nach Hamburg, wurde ich dann auf der Wagenburg im Rieselfeld heimisch.Meinen Lebensunterhalt bestritt ich von Sozialhilfe und mit Schnorren, weshalb mir das erste Erscheinen der Straßenzeitung „DER FREIeBÜRGER“ im Jahre 1998 sehr gelegen kam.

Sah ich doch hier eine Alternative zur Bettelei und eine Gelegenheit mir Geld zu verdienen, ohne Leute irgendwie zu belästigen oder Polizisten zum Einschreiten zu zwingen.

Eine Zeitlang blieb es nur beim Zeitungsverkauf, bis ich die damaligen Macher der Zeitung allmählich näher kennen gelernt hatte. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, selbst einmal was zu schreiben, meine Memoiren in Form der „Geschichten aus der DÄ DÄ ÄR“.

Beim Schreiben merkte ich, dass es mir Spaß macht und als ich dann nach Erscheinen meines ersten Artikels feststellte, dass meine Art ganz gut ankommt, schrieb ich häufiger und mittlerweile bin ich seit ca. fünf Jahren festes Redaktionsmitglied beim FREIeBÜRGER.

Mein redaktioneller Aufgabenbereich umfasst alles was irgendwie mit Sport zu tun hat. Außerdem werde ich auch mit Aufträgen überhäuft, wenn es darum geht, etwas witzig erscheinen zu lassen und sei es irgendeine Bildunterschrift oder ein dummer Spruch, der noch irgendwo fehlt.

Aber egal, es macht ja auch Spaß und ich habe durch meine Tätigkeit beim FREIeBÜRGER wieder so etwas wie sinnvolles Leben entdeckt. Beschränkte sich mein Dasein doch vorher darauf, wo kommt der nächste Korn her und wenn der da war, stellte ich mir dann irgendwann die Frage, wo penne ich heute?

Das hat sich ja zum Glück inzwischen geändert und das ist zum größten Teil der Verdienst des FREIeBÜRGER!

Hier hatte ich seit langem wieder das Gefühl, gebraucht zu werden, ich wurde ernst genommen (auch wenn ich meistens scherze) und vor allem habe ich eine sinnvolle Art und Weise gefunden, den Tag herum zu bekommen, deshalb ist der FREIeBÜRGER auch so wichtig für mich!

Ach so, irgendwann wurde ich dann auch noch in den Vorstand gewählt und bin mittlerweile erster Vorstand des Vereins.

Da es bei uns aber keinerlei Rangunterschiede gibt, erfülle ich dieses Amt überwiegend repräsentativ.

Mein Hauptaugenmerk im Verein liegt neben der Zeitung bei der Ausbildung unseres Fußballteams, was ja auch in den letzten Jahren mit zunehmendem Erfolg gelungen ist.